Schloss Kartzow

Schloss Kartzow

Das Gebäude im neobarocken Stil gehört zu den jüngsten Schlössern in Brandenburg. Schloss Kartzow – verwaltungstechnisch dem 15 km entfernten Potsdam zugeordnet – hatte einst als Rittergut angefangen. Das wechselte mehrere Male die Besitzer, bis 1898 der Berliner Spirituosenfabrikant Gilka Einzug hielt. Eine Brennerei war bereits vorhanden, der Boden gut für Rüben und Kartoffeln, um daraus Kümmelschnaps zu brauen, bekannt auch als »Kaiser-Kümmel« oder »der Kurze von Berlin«. Mit dem hatten schon sein Großvater und Vater im nahen Berlin Erfolg gehabt.

Gilka wünschte sich etwas Repräsentativeres zum Wohnen. Und so engagierte er den Berliner Architekten Eugen Schmohl, der schon die Villa Borsig gebaut hatte. Der Vorläuferbau wurde abgerissen, es entstand von 1914 bis 1916 ein Schlossbau im neobarocken Stil. Das bekam auch eine repräsentative Freitreppe und eine Terrasse, von der aus man noch heute wunderbar in Teile des großen Landschaftspark schauen kann. Eine idyllische Lage inmitten der Obstanbaugebiete des Potsdamer Nordens in unmittelbarer Nähe der Döberitzer Heide.

Nach Gilkas Tod wechselten mehrfach die Besitzer. Nach 1945 wurde das Gut enteignet, später wohnten hier unter anderem Flüchtlinge. Auch eine LPG war hier angesiedelt, mit der die Spezialisierung auf Apfelanbau begann – von Schnaps keine Rede mehr. Es wurde Kinderheim und zuletzt ein Sanatorium für nierenkranke Kinder – das sogar bis 1996. Dann folgte jahrelanger Leerstand, bis 2005 die Renovierung begann. Heute ist es ein Veranstaltungsort mit Hotel- und Wellnessbetrieb.

Datum
Sonntag, 7. Juni 2020, 16 Uhr

Die Musiker
Sungyeon Park Gitarre
Sungsoo Son Gitarre
Seyoon Nam Gitarre
Siyul Kin Gitarre
Sujin Park Oboe

Werke
Boccherini, Marcello, Tschaikowsky und Pujol

Anschrift
Kartzower Dorfstr. 16, 14476 Potsdam

Kartenverkauf
Ab 14.00 Uhr. Online-Ticketreservierung hier

Kuchen und Getränke