Eine Scheune war diese Scheune nie. Sie wurde vermutlich etwas später als das Kloster Zehdenick gebaut, nämlich erst im 14. Jahrhundert. Und sie war dann Schule der Nonnen, die das Kloster führten, war Pilgerunterkunft oder Hospital – oder alles zusammen. Heute bieten die alten Gemäuer der Scheune, zum Teil mit Kunstobjekten ausgestattet, einen stimmungsvollen Rahmen für viele Veranstaltungen, so auch unser Konzert.
Das Kloster selbst wurde wohl um 1250 von Zisterziensern gegründet. Es gehört zu den ältesten Nonnenklöstern der Zisterzienser in Brandenburg, wurde sehr reich und war wegen des sogenannten Blutwunders Ziel vieler Pilger. Als die Reformation die Mark Brandenburg erreichte, hatte das auch für das Kloster Folgen: 1541 wurde es in ein evangelischen Damenstift umgewandelt, das „Adlige Fräuleinstift“. Während des 30jährigen Kriegs wurde dann auch dieses Kloster weitgehend zerstört. Die Kirche wurde zwar wieder aufgebaut. 1801 schlug jedoch ein Blitz ein, sie brannte ab und wurde bis auf Reste von Außenmauern abgetragen.
Erhalten sind beispielsweise Teile des Kreuzgangs und eben die Scheune. Sehenswert sind die Ruine des großen Dormitoriums mit den beiden Giebelwänden und der nördliche Kreuzgangflügel mit mehreren Gewölberäumen aus dem 14. Jahrhundert. Aus dem Klostergarten ist eine Streuobstwiese nach historischem Vorbild geworden. Und der historische Klosterfriedhof ist jetzt nach Sicherung der alten Substanz wieder hergerichtet. Besonders eindrucksvoll: Die Fläche der ehemaligen Klosterkirche als Andachtsstätte unter freiem Himmel, ausgestattet mit einem Wandkreuz und Altar – und natürlich mit Stühlen.
Samstag, 9. August 2026, 16 Uhr
Die Musiker*innen
SeungYeon Kang Klavier
Seunghee Kang Violine
Werke
W. A. Mozart, F. Schubert, A. Schnittke
Anschrift
Domänenweg 1, 16792 Zehdenick
Führung
14.30 Uhr
Die Plätze sind begrenzt. Hier können Sie vorab Ihre Tickets reservieren.
